Wenn wir uns die Gelenke einmal anschauen, so wechseln sie in ihrer Aufgabe verlässlich ab: Knöchel, Hüfte, Brustwirbelsäule, Schultern, Handgelenke und der obere Halswirbel sind für Mobilität (M) da. Sie sollten also bestmöglich in alle Richtungen beweglich und geschmeidig sein.

Die Gelenke dazwischen, also Knie, Ellenbogen, Lendenwirbelsäule, untere Halswirbelsäule und auch die Schulterblätter sind für Stabilität (S) da. Was die Form der Gelenke schon zeigt. Sie müssen also in Bewegung/unter Belastung für Stabilität sorgen. Das können sie aber nur dann am besten tun, wenn die Gelenke bzw. Bereiche oberhalb und unterhalb ihrer Aufgabe erledigen, also frei beweglich sind.

So kommen wir noch einmal zum Knie, dem „Dummen in der Mitte“: Sind Knöchel und/oder Hüfte in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, so rächt sich das im Gelenk dazwischen. Das Knie muss ausbaden, was ober- bzw. unterhalb nicht mehr funktioniert.

Hast du Scherzen im unteren Rücken? Wie steht es um die Beweglichkeit in der Hüfte bzw. Brustwirbelsäule?

Ellenbogenschmerzen? Wie geschmeidig ist das Handgelenk oder die Schulter?

Nackenschmerzen? Wie beweglich ist die Brustwirbelsäule oder dein oberer Halswirbel

Nicht alle Ursachen von Beschwerden lassen sich auf dieses einfache Schema herunterbrechen. Es hilft dennoch extrem, mal den Blick aus der Ferne (weg vom Schmerzbereich) auf die umgebenden Strukturen zu richten und die Ursachen dort zu suchen.

Das ist der Grund, warum wir im Training unseren Kunden zeigen, wie sie die Beweglichkeit, Belastbarkeit und Stabilität in allen Gelenken (so, wie es gebraucht wird) wieder bestmöglich zurückgewinnen. Das geschieht parallel zum Aufbau von Kraft und Gleichgewicht.

Und das lässt sogar oft Probleme verschwinden, derer man sich gar nicht bewusst war oder deretwegen uns unsere Kunden gar nicht aufgesucht haben.

Wie denkst du über diesen Gelenk-zu-Gelenk-Ansatz? Spannend, oder? Schreib mir gerne in die Kommentare, ob dir gerade ein Licht aufging. Ich freu mich auch sehr auf deine Fragen.